1. Warum hast du Psycholyse gemacht? Hattest du persönliche Probleme, warst du in Therapie oder warst du z.B. einfach neugierig?

In erster Linie war ich einfach neugierig. Ich habe viele Dinge über LSD gehört und wollte sehen, was was es ist.

2. Wenn du Probleme hattest: inwieweit hat dir die Psycholyse bei deren Bewältigung geholfen? Was ist der Unterschied zu anderen Therapien? Wenn nicht: welchen Einfluss haben die Erfahrungen auf dein aktuelles Leben?

Ich verstehe und nehme zwischenmenschliche Kommunikation als Medium bewusst war und nehme Kommunikationsmuster von mir aber auch meiner Umwelt verstärkt war. Das hilft mir im Alltag, Dinge präziser einzuordnen und mich nicht an Kleinigkeiten aufzuhängen. Wenn jemand zum Beispiel etwas von mir will, dies aber in einem unangebrachten Ton kommuniziert, bin ich mir dessen bewusst und kann die Information auf einer sachlichen Ebene annehmen und verarbeiten.

3. Immer wieder liest man davon, dass Psycholyse Machtmissbrauch, Grenzüberschreitung und Scharlatanerie bedeutet. Wie siehst du das aus deiner persönlichen Erfahrung heraus?

Ich finde, das ist ein Punkt, den jeder für sich selber entscheiden muss. Natürlich ist es ein Reiz, eine Grenze zu überschreiten. Dennoch bin ich mir auf verschiedenen „Trips“ immer wieder bewusst geworden, was für ein Potential diese Substanz hat – sowohl negativ als auch positiv!

4. Die Psycholyse bzw. die meisten dazu benötigten Substanzen sind ja verboten. Wie stehst du dazu?

Ich bin generell für eine Legalisierung aller Drogen in der Verbindung mit einer besseren Aufklärung. Die Beschaffung ist ein notwendiges Übel ¯\_(ツ)_/¯

Adam (21), Student