Als ich vor zwanzig Jahren als junge Mutter in eine tiefe seelische Krise geriet, konnten mir alle herkömmlichen Therapien nicht helfen und ich war längere Zeit auf die Einnahme von Psychopharmaka angewiesen. Tief in meinem Inneren wusste ich aber, dass es einen Grund geben musste für all die schrecklichen Zustände und Ängste, die die Ärzte als endogene Depression diagnostizierten. Ich öffnete mich innerlich und bat, wen auch immer,  um eine tiefere Einsicht in das, was mit mir passiert war. Und so kam ich ziemlich schnell und ohne Umwege zur Psycholyse, die mir ganz neue Sichtweisen eröffnete. Meine persönliche Entfaltung begann und ist auch heute noch nicht beendet. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass ich ohne diese wunderbare Therapieform niemals wieder der leistungsfähige, mitfühlende und vor allem gesunde Mensch geworden wäre, der ich heute bin.

Psycholyse hat mein Leben gerettet und ich bin sehr dankbar, dass mir dieses Geschenk zuteil wurde. Dass Psycholyse verboten ist, ist für mich ein Zeichen dafür, wie unwissend und verirrt die Menschheit ist. Und dass auch vor allem so viele gebildete Psychiater und Ärzte diesen Weg verteufeln, ist eine überaus traurige Tatsache. Die Wahrheit ist einfach nicht erwünscht unter den Menschen. Ich hoffe, dass hier irgendeinmal doch noch das notwenige Umdenken stattfindet.
Jutta Braun (52), Sozialarbeiterin