Ich habe seit ungefähr einem halben Jahr Erfahrungen mit psychedelischen Substanzen gesammelt, wobei ich zugegebenermaßen zu Beginn dieser Erfahrung etwas vollends Anderes erwartet habe. Als ein Freund mir eines Abends, an welchem wir eigentlich auf ein paar Bier in die Innenstadt gehen wollten, eine XTC-Tablette anbot, erwartete ich nicht, was ich in den nächsten drei Monaten alles erleben würde.

XTC, also MDMA, löste für mich Grenzen in meiner Sexualität und in meiner Zwischenmenschlichkeit, bei denen ich mich heute frage, wie ich diese überhaupt aufrecht erhalten konnte.  Altruismus bestimmt heute meinen Alltag viel mehr als zuvor. LSA folgte ein paar Wochen später darauf. Ich wollte diese „legale Alternative zu LSD“ unbedingt probieren, bevor ich mich an richtiges Acid „herantrauen“ würde. LSA, auch wenn es einige unangenehme körperliche Nebenwirkungen hatte (Übelkeit, Schwindel, Gliederschmerzen), ermöglichte es mir, auf Kindheitserinnerungen zurück zu schauen, welche ich eigentlich längst vergessen hatte. [Warum LSA legal erhältlich ist, obwohl dessen Wirkung so ähnlich zum LSD und Nebenwirkungen hat, kann Ich nicht verstehen?]

LSD probierte ich erst kürzlich. Ich war auch hiervon positiv angetan. Ich ging knapp fünf Stunden im Malen eines Ölgemäldes auf, welches mir aus den Fingern glitt, so dass ich es kaum selber fassen konnte. Meine Kreativität war auf einem ganz anderen Niveau. 

Psilocybin hatte ich auch schon mehrmals, jedoch waren diese Trips eher unterhaltsam als illuminierend.

Auch wenn ich für einen ausreichenden, umfassenden Kommentar zu diesen Stoffen noch einige Erfahrungen sammeln muss, so kann Ich jedoch jetzt schon sagen, dass diese Mittel keineswegs „böse Drogen“ sind, sondern Werkzeuge, um seine eigene und vielleicht auch die Psyche des Gegenübers besser zu verstehen und vor allem diese zu respektieren und zu akzeptieren.

Philipp D. (20), Student