1. Warum hast du Psycholyse gemacht? Hattest du persönliche Probleme, warst du in Therapie oder warst du z.B. einfach neugierig?

Nach traumatischen Erfahrungen in meiner Kindheit und auch als junge Erwachsene hatte ich einerseits eine Persönlichkeit entwickelt, die nach außen hin meistens relativ gut funktionierte, die aber innerlich die Angst und die Wucht der ganzen unterdrückten Gefühle kaum noch aushielt und spürte, daß sie in Wirklichkeit nicht überlebensfähig ist. Persönlichkeitsseminare, Therapien, selbst ernannte Lehrer brachten kurzzeitig scheinbare Besserung, doch relativ schnell war die ganze Not, Aussichtslosigkeit und Angst vor neuen Verletzungen wieder im Vordergrund. Erst durch die Psycholyse und die Erfahrung von Wahrhaftigkeit und Liebe bei den sie durchführenden Therapeuten kam echte Wandlung, tiefe Kraft, Selbstbewußtsein, wirkliche Freundschaft und eine glückliche Liebesbeziehung in mein Leben. Es ist, wie wenn durch diese Therapieform mit der wundervollen Begleitung das in mir zum Leben und Blühen erweckt wurde, was in der Tiefe geschlummert hat und völlig zugedeckt war von Angst und Anpassung.

2. Wenn du Probleme hattest: inwieweit hat dir die Psycholyse bei deren Bewältigung geholfen? Was ist der Unterschied zu anderen Therapien? Wenn nicht: welchen Einfluss haben die Erfahrungen auf dein aktuelles Leben?

Die Psycholyse hat mir geholfen, tiefgreifende Entscheidungen, die ich schon früh unbewusst getroffen hatte und die mein Leben völlig blockiert hielten, zu erkennen, meine eigene Verantwortung zu sehen und damit frei zu werden für Liebe, Freundschaft, Glück und größere Aufgaben. Der Unterschied zu allem, was ich vorher gemacht habe, ist der, daß es zum ersten Mal möglich war und ist, den Gefühls-Panzer, der mich blockierte, zu durchdringen und nicht nur Kopferkenntnisse zu produzieren, die nur an der Oberfläche wirken und nicht anhalten, sondern persönliche Freiheit und echte Veränderung zu erleben. Mein Leben ist reicher, weiter, ausgerichteter, sinnvoller, glücklicher, bewußter geworden. Die Angst ist weg und da ist eine Freude auf das, was noch kommt.

3. Immer wieder liest man davon, dass Psycholyse Machtmissbrauch, Grenzüberschreitung und Scharlatanerie bedeutet. Wie siehst du das aus deiner persönlichen Erfahrung heraus?

Ganz im Gegenteil habe ich vorher sehr viel Machtmissbrauch und Grenzüberschreitung erlebt, sowohl im „normalen Leben“ als auch in Therapie und in Seminarorganisationen. Bei den Lehrern, bei denen ich die Psycholyse erleben durfte, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gefühlt und in den letzten 16 Jahren erlebt, daß es hier um die Wahrheit und eben nicht um Macht geht. Da ist Liebe, wie ich sie bis dahin noch nicht kannte! Ich bin dadurch viel bewusster geworden und durchschaue immer mehr alles, was eben nicht Liebe ist und gehe dem nicht mehr auf den Leim.

4. Die Psycholyse bzw. die meisten dazu benötigten Substanzen sind ja verboten. Wie stehst du dazu?

Ich finde es tragisch und ein Verbrechen an der Menschheit, daß das so ist. Hier wird sichtbar, wie die falschen, korrupten, konditionierten, angstbesetzten Kräfte wirken und mit Macht(missbrauch) und Ignoranz dafür sorgen, daß die Menschheit weiter in den Abgrund stürzt. Wenn wir Menschen so leben würden, wie es uns durch die Öffnung mithilfe von Substanzen gezeigt wird, dann wären Opfertum, Hunger, Krieg, Gewalt, Machtmissbrauch vorbei und wir würden alle im Paradies leben und alle ständig dafür sorgen, daß wir blühen!

5. Hast du noch weitere Bemerkungen, die dir wichtig sind, sofern sie nicht durch die anderen Fragen beantwortet wurden?

Für mich ist die Psycholyse und die Liebe, Achtsamkeit und Wohlwollen meiner Lehrer das Wertvollste, das mir im Leben begegnet ist. Das ist das, was Heilung und Wunder und Glück bewirkt und mir die Kraft gibt, meinen Beitrag dafür zu leisten.

Rausch B. (56), Betriebswirtin, Coach