„Meine größte Kraft der Verwirklichung liegt dort, wo ich mit dem Strom der Liebe verbunden bin“ (Sabine Lichtenfels/Tamera)

Der Beginn meines spirituellen „Wach Werdens“ liegt noch nicht lange zurück. 2010, durch die Diagnose einer laut Schulmedizin nicht heilbaren Autoimmunerkrankung, kam Bewegung in mein bisheriges „sicheres“ Lebensgefüge und ich war von jetzt auf gleich mit für mich damals nicht haltbaren lebensbedrohlichen Ängsten konfrontiert. So begab ich mich in Therapie, um dem „Kopfkino“, welches mich in schwere Panik Attacken stürzte, begegnen zu können. Das erste mal in meinem Leben suchte ich therapeutische Hilfe im Außen und hatte Glück, vielmehr gute Führung, zu Beginn eine Heilpraktikerin an meiner Seite zu haben, die mir mit ihrer Herzkraft den Blick in für mich neue spirituelle Sichtweisen, sowie die Annahme ihrer liebevollen Angebote und Anregungen zu folgen, ermöglichte.

So machte ich erste Erfahrungen mit Tantra, welches ich als einen unglaublich heilsamen Raum voller Schönheit erfuhr, der mir meine Begrenzungen und Blockaden, sanft, liebevoll und eindrücklich auf der körperlichen und geistigen Ebene erfahrbar machte. Dieser Weg gab mir Ausblicke und Einsichten, und wurde zur Einladung im Vertrauen und mit Freude Herausforderungen begegnen zu können und weiter zu gehen. Meine Einstellung zum Leben und den mir gegebenen Möglichkeiten gestaltete sich grundlegend, rasant und nachhaltig neu – der Ausstieg aus dem Bekannten und der Einstieg ins Unbekannte wurde vorstellbar und somit umsetzbar.

Im April 2012 zogen wir als Familie, mit unseren drei Kindern in eine kleine Gemeinschaft, benötigten gut zwei Jahre, bis unser altes Zuhause wirklich verkauft war; eine Zeit heftigster Herausforderungen und Chaos für alle Beteiligten, existenzieller Grenzerfahrungen, äußerst „unbequemer“ Innenschau, eine vielfältige Palette an neuem, spannendem, für mich oft angestrengtem aber auch wunderschönem, beglückendem und motivierendem Erleben. Meine langjährige, in 30 Jahren festgefahrene Partnerschaft/Ehe, die sich im Selbsterkenntnisweg immer mehr als Coabhängigkeit herauskristallisierte, öffnete sich in eine offene Beziehung und lebendiges Experimentierfeld für Liebe und Freiheit. Sie stabilisierte sich nach einigem (sehr) intensiven „Auf-und Ab“ wieder und fühlt sich jetzt sehr fließend, achtsam und liebevoll getragen an. Für diesen gemeinsamen, nicht einfachen Gang bin ich aus tiefstem Herzen dankbar und voller Liebe für meinen Mann, meine Kinder und den Menschen, mit denen ich wohne, lebe und SEIN kann.

Durch meine Tantra Lehrerin und liebe Freundin, welche langjährig, kompetent, mit viel Herz und Beharrlichkeit in Sachen Meditation und Atemarbeit unterwegs ist, lernte ich schon zu Beginn des Weges u.a. holotrophes Atmen, Shakrenarbeit als sehr effiziente Werkzeuge kennen und lieben. Das regelmäßige Atmen in der Gruppe und eine mehrmonatige Sequenz an Atem- Einzelarbeit und Coaching (2014) bescherte mir tief gehende Einsichten, die so nachhaltig wirksam waren, dass alte Verletzungen, Blockaden und versteckte Glaubenssätze auf Zellebene transformierten und im Alltag integriert werden konnten. Mit zunehmender Durchlässigkeit meines Energiesystems, entwickelte sich meine Wahrnehmung konstant und immer deutlicher weiter; verhalf mir zu spürbar mehr Power – die Spur zu halten wurde immer leichter.

Anfang 2015 begann ich mich ernsthaft und intensiv mit den Büchern von Samuel Widmer, Krishnamurti und Castaneda zu beschäftigen – ich las und las und las, fühlte die Wahrheit zwischen den Zeilen und begriff das Gelesene als eindeutig richtungsweisende Impulse. Es gab viele Momente tiefster Berührtheit und Dankbarkeit, Tränen ohne Ende und „Gänsehaut“ vor allem bei der Lektüre „Vom Allerinnersten“. Vieles von dem Gelesenen, begriff ich in der Essenz auf der Herzebene. Gleichzeitig fiel mir immer mehr auf, dass ich mich in meinen Kompetenzen selbst ausbremste. Das Gefühl Dinge tun zu wollen, zu bewegen, für die ich mich nicht gut genug fühlte, quälte mich, brachte immer wieder dieses „Opferding“ und die Bedürftigkeit zum Vorschein auf das ich einfach keine Lust mehr hatte. Es gab viele wundervolle Impulse, die ich auch teilweise umsetzte ; jedoch mit hohem Kraftaufwand und ich kam nicht dahinter, wo ich meine Energie verschwende; was es braucht für eine grundlegende beruflich sinnhafte und mir entsprechende Neuorientierung. Es schien etwas Wesentliches zu fehlen…

Das war die Zeit – wo mir klar wurde, dass es jetzt Zeit ist mehr zu erfahren – Was ist wahr ?, Was stimmt nicht? , die Antworten lagen tief in meinem Innersten verborgen, mit dem Alltagsbewusstsein nicht greifbar. So ging ich mit meinen Ängsten und trotzdem im Vertrauen in meine erste Substanz gestützte Meditation. Diese Erfahrung einer psycholytischen „Innenreise“, in einem achtsam gehaltenen Rahmen – öffnete mein Herz sofort und völlig friedvoll in den Raum der Liebe. Für mich erschloss sich das spirituelles Erkennen, aus der vorangegangenen Atemarbeit, aus den tantrischen Räumen, aus den Büchern Samuels u.a., von jetzt auf gleich, in ein gefühltes Erleben, in ein tiefes Wissen und Erkennen um die Natur der Wirklichkeit, ich fühlte mich getragen, gehalten, geführt, es war eine unglaubliche und unvergessliche Erfahrung. Durch Substanz gestützte meditative Räume, habe ich mein verletztes inneres Kind, mein Urvertrauen in das Leben, in die Liebe, die wir sind, wiedergewonnen. Mein persönliches schwerstes Trauma, auf Grund von sexuellem Missbrauch, erkannte ich in der Atemarbeit und heilte es endgültig durch die Psycholyse.

Meine beruflichen Erfahrungen im klinischen Bereich der Psychiatrie, speziell der Suchterkrankungen, machen mich zutiefst betroffen in der Erkenntnis, dass es therapeutisch wirksame Heilungsmöglichkeiten für schwerste Erkrankungen, wie Depressionen und Suchterkrankungen gibt und die Hilfsmittel, die dafür eingesetzt werden dürfen, trotz langjähriger aufwendiger legaler Forschungsarbeit, nicht zugelassen sind. Aus welchem Grund ist das so? Wie kann das sein, dass die verbotenen Substanzen weniger Nebenwirkungen haben, als die zugelassenen Mittel ? Wie kann es sein, dass es in der Klinik zugelassene pharmazeutische Mittel, für gleichermaßen schwere Erkrankungen gibt, die ich als Pflegekraft mit Mundschutz, Kittel und Handschuhen vorbereiten muss, bevor sie den Patienten in die Venen injiziert werden ? Diese Fragen stellen zu müssen fühlt sich ganz schön schmerzlich an.

Die Psycholyse als Therapieform bzw. diese moderne Form, eines die Menschheit begleitenden über jahrtausende gewachsenen Schamanismus, hat wesentlich beigetragen, meine sexuelle Kraft und Lebensfreude zurückzugewinnen, dem Leben, der Liebe zu vertrauen, mich im „Sterben“ zu üben, im Loslassen getragen zu fühlen, wenn es gerade mal holprig wird, die Anhaftungen zu erkennen und mich frei dafür oder dagegen entscheiden zu können. Die Integration psycholytischer Erfahrungen im Hier und Jetzt haben mich wieder mit der Quelle des Lebens verbunden, erwachsen werden lassen und die Einsicht beschert in die Verbundenheit mit Allem was IST. So bin ich jetzt in der Lage über meinen persönlichen Tellerrand hinaus zu blicken und zu gehen, da zu handeln wo es nötig ist, meine Fehler und Schwächen selbst zu verantworten, mit einer unendlich tiefen Freude und Dankbarkeit im Erleben von Mitgefühl und Liebe. Aus tiefstem Herzen wünsche ich allen Menschen die Einsicht, dass nur das Leben selbst wirklich weiß was es für seinen Fortbestand braucht und dem Leben selbst das letzte Wort gebührt; dass das Leben sich schon immer bestens selbst organisiert hat – und – vor allem, dass die Liebe uns schützt und nicht vernichten will – wir sind Liebe !!! Im Autoritätskonflikt mit dem Leben, mit uns selbst zu sein, macht keinen Sinn, ist gefährlich, zerstört uns und unsere Schöpfung…

Es gilt jetzt wirklich die Widerstände fahren zu lassen und uns dem Leben
hinzugeben…

Wer sind wir, dass wir meinen für andere entscheiden zu können, welche Therapie, welche Religion, welches Dogma das Richtige ist ? Bewusstheit und Liebe führt in verantwortete Freiheit, in authentische Gemeinschaft und, aus meiner Sicht, zum inneren und äußeren Weltfrieden. Die Psycholyse ist eine Möglichkeit diesen Weg zu beschreiten und sollte als Therapie und spirituelle Weiterentwicklung unter fachkundiger Begleitung in Eigenverantwortlichkeit für jeden und in allen Ländern offen sein.

DAFÜR BIN ICH BEREIT AUFZUSTEHEN UND MICH AUSZUSPRECHEN.

Jeder Mensch, der aus der scheinbaren Trennung in die Verbundenheit zurückfindet, unterstützt und verantwortet die globale Heilung der Erde – jeder der zurückgefunden hat trägt das Licht spürbar in sich und in die Welt, lässt die Grenzen von Urteil und Wertung hinter sich, ist frei zu tun was zu tun ist…handelt in Liebe und in Freude, kann ohne zu leiden auch mit Trauer und Schmerz gehen.

In herzlicher Verbundenheit und Dankbarkeit mit Euch, die Ihr dabei seid das Feld der Liebe zu halten, zu stärken und wachsen zu lassen.

Renate Hettich (50), Krankenschwester & Körpertherapeutin
(Berstadt/Wetterau)