Caroline Klein

Caroline Klein

Ich bin Psycholyse – weil ich durch sie genesen bin! Gesprächstherapie und Körpertherapie haben mir nicht weitergeholfen. Ich war schon als Kind magersüchtig, hatte Schulangst, diverse Ticks und ausgeprägte Schlafstörungen. Seit meiner Jugend litt ich zusätzlich unter depressiven Episoden. Wäre ich nicht auf die Psycholyse gestossen, hätte ich mir sicher schon lange das Leben genommen. Nun lebe ich seit fast 15 Jahren mit meinem Mann, der Liebe meines Lebens, zusammen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass auch diese Beziehung sehr zu meiner Gesundung beigetragen hat. Wir haben zwei Kinder und ein erfülltes Leben, das ich sehr geniesse.

Die legale Psycholyse mit den hierfür zugelassenen Medikamenten habe ich bei Samuel Widmer und Danièle Nicolet kennengelernt. Die illegalen Mittel wie LSD und MDMA habe ich auf eigene Faust erkundet. Schade finde ich, dass die Kombination der illegalen Mittel, die ich als hilfreicher für die Psychotherapie erlebt habe, da ich sie als nebenwirkungsärmer und deutlich „einsichtsreicher“ empfinde, mit einem therapeutischen Gruppensetting verboten ist. Ich habe das stille Gruppensetting und die Begleitung durch erfahrene Therapeuten, besonders bei dieser Therapieform, als enorm wichtig erlebt.

So war ich als Patientin gezwungen, die für mein Empfinden weniger tauglichen Medikamente in einem sehr zugewandten, liebevollen und professionellen Setting einzunehmen oder meine Therapeuten zu hintergehen und die meiner Meinung nach geeigneteren Mittel mit in die Gruppe zu schmuggeln, um sie dort heimlich einzunehmen. Letztlich habe ich mich oft für die letzte Variante entschieden, was ich für meine Therapie als sehr hilfreich empfunden habe, für die Beziehung zu meinen Therapeuten aber belastend war. Die Kategorisierung wirksamer Medikamente als Drogen und die damit einhergehende Verdrängung in die Illegalität kann ich nicht nachvollziehen. Insbesondere in Anbetracht der Studienlage.

Wie absurd ist es nun, dass ich befürchten muss; sollte ich dieses Bekenntnis unter meinem richtigen Namen veröffentlichen, meine Stelle zu verlieren?! Ich darf mich öffentlich nicht zu der Therapie bekennen, die mir – ehrlich gesagt – in ihrer illegalen Form die größten Heilerfolge gebracht hat.

Caroline Klein (35), Ärztin (Name geändert)

Wir verwenden Cookies, um Ihr Erlebnis auf unserer Website zu verbessern. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung unserer Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Unsere Datenschutzerklärung mit weiteren Hinweisen befindet sich hier: Datenschutzerklärung.

Schließen