1. Warum hast du Psycholyse gemacht? Hattest du persönliche Probleme, warst du in Therapie oder warst du z.B. einfach neugierig?

Für mich war Psycholyse DIE lebensrettende Massnahme. Der von Samuel Widmer geprägte Begriff über die Substanzen als die „Botschafter des Lebendigen“ trifft da voll zu. Der Zustand unserer Welt hatte mir jede Lebenslust ausgetrieben, ich begann die Menschen zu meiden. Die Psycholyse hat mich davon befreit und wieder ins Leben gestellt und zwar auf eine Weise, dass ich mich verantwortlich fühle und seither versuche, mein Leben so zu gestalten, wie ich die Welt gern vorfinden würde.

2. Wenn du Probleme hattest: inwieweit hat dir die Psycholyse bei deren Bewältigung geholfen? Was ist der Unterschied zu anderen Therapien? Wenn nicht: welchen Einfluss haben die Erfahrungen auf dein aktuelles Leben?

Damals in Deutschland, als ich damit in Berührung kam, war ich an einem Höhepunkt von Verzweiflung. Schon die erste Erfahrung hat mir bahnbrechend geholfen. Ich spürte unmittelbar, was mir fehlte: ein offenes Herz. Seit dieser Erfahrung hat mich nichts anderes mehr interessiert, als diesen Zustand in mein Leben zu integrieren. Psycholyse hat mir geholfen mich aus meiner Isolation in Gemeinschaft zu führen. Das Leben in Gemeinschaft war die wirkliche Heilung, die Psycholyse war nur das Werkzeug auf dem Weg.
In herkömmlichen Psychotherapien, die einer bestimmten Methode folgen, war mir die Distanz zum Therapeuten zu gross, hoffnungslos erschien mir Heilung. War es doch die echte Beziehung, die mir fehlte, für die ich zu wecken war. Zuerst aber musste ich zutiefst vom Wunder des Lebens berührt werden und seinen Sinn erfahren, wie es die Psycholyse für mich tat. Der Sinn ist Liebe. Seither kümmere ich mich darum, dass sie in mein Leben kommt.

3. Immer wieder liest man davon, dass Psycholyse Machtmissbrauch, Grenzüberschreitung und Scharlatanerie bedeutet. Wie siehst du das aus deiner persönlichen Erfahrung heraus?

Ist mit Scharlatanerie gemeint, ein unkompetenter Mensch verkauft etwas als wahr, was gar nicht wahr ist? Ich erlebe es genau andersrum. Für das Gelingen einer psycholytischen Sitzung bedarf es einer professionellen, durch und durch liebenden und reifen Begleitung. Ist eine Gruppe nicht von Liebe getragen, zerfällt sie in ihre Einzelteile. In einem hochsensiblen und wachen Zustand ist meine Wahrnehmung für das Echte und Stimmige geschärft. Scharlatanerie geht deshalb in meinen Augen gar nicht. LSD macht den Scharlatan sichtbar.

4. Die Psycholyse bzw. die meisten dazu benötigten Substanzen sind ja verboten. Wie stehst du dazu?

Lebendig sein ist verboten. Liebe und Bewusstsein sind ein Tabu. Die Substanzen decken all das auf. Und das will nur einer nicht: die in der Welt herrschende Macht, das ICH. Psycholyse will dem Leben zum Durchbruch verhelfen.

5. Hast du noch weitere Bemerkungen, die dir wichtig sind, sofern sie nicht durch die anderen Fragen beantwortet wurden?

Zu allen Zeiten wurden die Menschen, die sich für das Leben eingesetzt haben gekreuzigt, verbrannt, vergiftet, eingesperrt. Noch nie hat sich einer von ihnen zu Lebzeiten durchsetzen können. Höchstens nach ihrem Tod wurden sie erkannt und geheiligt. Warum ist das so?

ALLES DER LIEBE!

Dana (40)
Hausfrau, Mutter von 4 Kindern, Yogalehrerin

Wir verwenden Cookies, um Ihr Erlebnis auf unserer Website zu verbessern. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung unserer Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Unsere Datenschutzerklärung mit weiteren Hinweisen befindet sich hier: Datenschutzerklärung.

Schließen