Wenn ich die psycholytische Psychotherapie anspreche, stosse ich meistens auf kritische Stimmen. Bewusstseinserweiternde Substanzen werden undifferenziert mit Heroin, Kokain und anderen Drogen verglichen, die körperlich abhängig machen. Die heutige Drogenpolitik verbietet und kriminalisiert leider auch Substanzen, die ein enorm grosses Heilpotenzial entfalten. Das Heilpotenzial ist den auch die Triebfeder für die Studien mit LSD, MDMA und anderen Substanzen an Universitäten überall in der Welt.

Wenn ich es vermeiden kann, schlucke ich keine teuren Medikamente, die auch noch Nebenwirkungen haben und häufig nur Symptome bekämpfen. Die psycholytische Psychotherapie geht über das Symptom bekämpfen hinaus. Die verwendeten Substanzen haben keine Nebenwirkungen und sind kostengünstig. Als ich mit der Psycholyse in Berührung kam, war ich an einem End- bzw. Wendepunkt in meinem Leben. Ich litt unter Panikattacken und wollte nicht mehr in Angst und Abhängigkeit leben. Als Angsthase ist es eine ziemliche Herausforderung, eine Substanz zu schlucken, die Kontrollmechanismen ausser Kraft setzen kann. Glücklicherweise war die erste Sitzung so bahnbrechend, dass ich das Potenzial dieses Weges spüren und erkennen konnte. Die Psycholyse ist mehr als nur eine Therapie. Sie schult eine ganz neue Art der Wahrnehmung und des Seins. Aber auch sie erfordert zuerst einmal eine gründliche „Basisarbeit“, nämlich sich und andere fühlen zu lernen, sein Geschichte aufzuarbeiten, sein Eigenes zu finden, sich unabhängig von Meinungen anderer zu machen, ein Gefühl für das „wir“ entwickeln und letztendlich wieder die Magie unseres Universums zu erkennen, und sich an etwas Grösserem angeschlossen zu fühlen. Es versteht sich von selbst, dass die Psycholyse nur ein Instrument ist. Das was man erkennt, muss dann schon jeder selber im Leben umsetzen. Ich habe jährlich max. 6 psycholytische Sitzungen besucht. Die Pausen dazwischen brauchte ich, um das Erlebte in meinem Alltag zu integrieren. Ich fand es hilfreich, mich nebenher psychologisch begleiten zu lassen.

Was ist nun der Unterschied zu einem anderen psychotherapeutischen Verfahren? Nun eben, die Psycholyse öffnet Wahrnehmungsbereiche, die in einer herkömmlichen Psychotherapie möglicherweise verschlossen bleiben. Und sie führt über das „gesund werden“ hinaus. Seit Jahrtausenden werden Substanzen von Schamanen für Heilzermonien eingesetzt, und „Heilung“ könnten wir in unserer Welt brauchen. Heilwerden heisst für mich, wieder am gemeinsamen Lebensstrom angebunden zu sein, das eigene Potenzial leben, und letztendlich für das Einssein und die gemeinsame Verantwortung für unseren Planeten zu erwachen.

Karin F. (53), Coach und psychologische Beraterin

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