1. Warum hast du Psycholyse gemacht? Hattest du persönliche Probleme, warst du in Therapie oder warst du z.B. einfach neugierig?

Zuerst war da das Angebot einer guten Freundin. Das Verbotene hat schon immer in mir die Frage nach dem „Warum“ ausgelöst. So machte ich meine erste Erfahrung mit MDMA. Ich fühlte! Mehr als es mir bis dahin möglich schien. Es war schwierig und leicht, herausfordernd, wahrhaftig, entspannend. Erkennend, dass da mehr zu finden sein würde, begann ich, zuerst zögerlich und flüchtig, eine Therapie welche mich stark forderte, an meine Grenzen brachte und  mich letztlich mehr fühlen und mitfühlen lässt.

2. Wenn du Probleme hattest: inwieweit hat dir die Psycholyse bei deren Bewältigung geholfen? Was ist der Unterschied zu anderen Therapien? Wenn nicht: welchen Einfluss haben die Erfahrungen auf dein aktuelles Leben?

Ich habe gelernt gelassener zu sein, bin positiver gestimmt und dem Leben und den Menschen gegenüber aufgeschlossener. Die Psycholyse ist ein mächtiges Instrument! Alles was ich darin bei mir und anderen beobachten konnte, dient der Liebe. Mehr braucht es nicht. Alles Andere ergibt sich daraus.

3. Immer wieder liest man davon, dass Psycholyse Machtmissbrauch, Grenzüberschreitung und Scharlatanerie bedeutet. Wie siehst du das aus deiner persönlichen Erfahrung heraus?

Machtmissbrauch, Grenzüberschreitung und Scharlatanerie gibt es überall. ich bin auch damit konfrontiert worden. Es ist noch Teil des Ganzen. Das Echte wird das Gespielte überführen. Das gilt für mich in jeder Therapieform und generell fürs Dasein.

4. Die Psycholyse bzw. die meisten dazu benötigten Substanzen sind ja verboten. Wie stehst du dazu?

Ich fühle mich durch das Verbot eingeschränkt. Zugleich bin ich enttäuscht mit welcher Bigotterie wir Alkohol und Tabak legalisieren. Es braucht neues Denken dazu.

5. Hast du noch weitere Bemerkungen, die dir wichtig sind, sofern sie nicht durch die anderen Fragen beantwortet wurden?

An die Verteufler der Psycholyse:

Die Psycholyse ist gut! Sie kann helfen. Entspannt euch und schaut.

Roger Pistor (54), Koch aus Leidenschaft

Wir verwenden Cookies, um Ihr Erlebnis auf unserer Website zu verbessern. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung unserer Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Unsere Datenschutzerklärung mit weiteren Hinweisen befindet sich hier: Datenschutzerklärung.

Schließen