1. Warum hast du Psycholyse gemacht? Hattest du persönliche Probleme, warst du in Therapie oder warst du z.B. einfach neugierig?

Als ich mit 17 Jahren mit LSD, MDMA und Pilzen in Berührung gekommen bin, hatte ich private, gesundheitliche und persönliche Problem. Ich war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ich war unglücklich darüber, wie ich die Welt sah. Der Sinn des Lebens war für mich so nicht findbar, ich fühlte mich hilflos, desorientiert, unvollkommen, etwas fehlte in meinem Leben. Erst nach ein paar Erlebnissen und mit 20 Jahren kam ich dazu, Psycholyse bewusst, in einem entsprechenden Setting zu erfahren. Unter diesen Bedingungen erfuhr ich dann eine Erleuchtung. Eine Erfahrung die mir zeigte, die Verantwortung für alles liegt bei mir selbst. Die Verantwortung für meine Leben, wie es sich anfühlt, wie wir es zusammen leben, liegt bei uns, bei jedem von uns und bei mir selbst. Psycholyse hat mich ganz gemacht, hat den vermeintlich, verloren gegangen Teil in mir wieder frei gelegt.

2. Wenn du Probleme hattest: inwieweit hat dir die Psycholyse bei deren Bewältigung geholfen? Was ist der Unterschied zu anderen Therapien? Wenn nicht: welchen Einfluss haben die Erfahrungen auf dein aktuelles Leben?

Durch psycholytische Sitzungen wird mir meine Eigenverantwortung bewusst. Eine Sitzung zeigt mir auf, wo ich stehe, wo ich vielleicht festhänge und an etwas festhalten will. Wenn das Leben etwas anderes mit mir vor hat, ich aber unbedingt dies oder das so haben will und es nicht klappt, stehe ich im Kampf mit dem Leben, mit mir selbst und bin unglücklich. Diese Situation zu erkennen, da hinein zu fühlen, loslassen zu können, sich dem Lauf der Dinge anzuvertrauen, dabei hat mir die Psycholyse geholfen. In einem Gespräch in einer „normalen“ Psychotherapie hat mir die Tiefe, die Verbundenheit zum Therapeuten gefehlt und damit auch das sich anvertrauen. Es war etwas Abgesondertes, nicht Integrierbares.

3. Immer wieder liest man davon, dass Psycholyse Machtmissbrauch, Grenzüberschreitung und Scharlatanerie bedeutet. Wie siehst du das aus deiner persönlichen Erfahrung heraus?

Es braucht einfach nur einen wachen Geist, einen erfahrenen und liebenden Therapeuten, der sich zurück nehmen kann und mit dem gehen kann, was grad ist. Einen echten Machtmissbrauch oder eine Grenzüberschreitung habe ich persönlich noch nie erlebt. Da die Psycholyse einem wieder zurück verhelfen kann, in sein Gefühl zu kommen und uns ganz mit dem verbinden will, ist es unmöglich, im Zustand des Einen Gefühls der alles umfassenden Liebe, an Machtmissbrauch zu denken. Machtmissbrauch und Grenzüberschreitungen können nur da stattfinden, wo das Ich regiert. Scharlatane leben und handeln aus dem Ich heraus. Wo die Liebe ist, gibt es das nicht, wird jede Tarnung aufgehoben und ans Licht gebracht.

4. Die Psycholyse bzw. die meisten dazu benötigten Substanzen sind ja verboten. Wie stehst du dazu?

Verboten durch unser Ich! Verboten durch die Meinung der Anderen über etwas, was sie selbst vielleicht noch nicht erfahren haben. Verboten aus Angst die Kontrolle über sein Ich zu verlieren. Wir sollten uns fragen und genau hinschauen, warum denn die Psycholyse und die Substanzen verboten sind? Wer verbietet sie denn? Welches Interesse könnte dahinter stecken? Warum wird etwas verboten, was so alt wie die Menschen ist und uns seit Jahr Millionen von Jahren in Stämmen, von den Schamanen, als Heilmittel begleitet? Wer kann mir mein Bewusstsein verbieten und lasse ich es mit mir machen? Wäre das nicht ein Missbrauch meiner Selbst?

5. Hast du noch weitere Bemerkungen, die dir wichtig sind, sofern sie nicht durch die an- deren Fragen beantwortet wurden?

Ich danke allen Menschen, die den Weg der Psycholyse weitergehen, ihn in die Welt hinein, unter uns Menschen tragen, einen Raum für diese Erfahrung schaffen und damit zur Gesundung der Menschheit dienen. Es geht hier um die Liebe, um den Erhalt der Erde, der Menschheit, um das Ganze. Um nichts Anderes. Wer das einmal wirklich erfahren hat, wird nichts mehr gegen die Psycholyse sagen können. Er ist zu Hause, in sich und unter den Liebenden angekommen! Danke.

Stefan Büttner (37), Unternehmer

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